Üben„Du kannst nicht nicht üben.“ – dieser Satz stammt aus dem Buch >Du musst dein Leben ändern< von Peter Sloterdijk.

Jeffrey Schwartz, ein Forscher auf dem Gebiet der Neuroplastizität – einfach gesagt: der Veränderbarkeit des menschlichen Gehirns – hat in verschiedenen Studien gezeigt, wie unser Gehirn durch Wiederholung feste Strukturen ausbildet: Je öfter und intensiver wir etwas tun, desto stärker sind die entsprechenden Strukturen in unserem Gehirn.
Die Folge ist, dass uns das, was wir oft wiederholen („üben“), immer leichter fällt und automatisch wird – und das gilt für gute und schlechte Gewohnheiten.
Wir üben also quasi wirklich immer, ob wir das explizit als Übung bezeichnen oder nicht.

Daraus folgt z.B.: Je öfter Du Schokolade isst, desto stärker wird dein Verlangen nach Schokolade. Je öfter Du joggen gehst, desto öfter wirst Du Lust auf Joggen haben.

Du kannst nicht nicht üben – was immer Du tust, ist Übung. Was Du oft tust, und das gilt auch für Gedanken- und Gefühls-Gewohnheiten, ist das, was Du sehr gut übst.

Was Du oft tust, und das gilt auch für Gedanken- und Gefühls-Gewohnheiten, ist das, was Du sehr gut übst.Click To TweetOft fühlt sich das Neue so unnatürlich an und das Alte so sicher und normal, weil wir das Neue noch nie geübt haben, das Alte aber zu einer Form der Meisterschaft gebracht haben.

Wenn Du SelbstBewusstSein noch nie bewusst geübt hast, dann fühlt es sich am Anfang vielleicht sogar „falsch“ an, weil Du dir die neuen Übungen noch nicht zu eigen gemacht hast. Wenn Du übst, dich grundlos gut zu fühlen, dann mag sich das nicht „wie Du“ anfühlen, weil Du es noch nie geübt hast. Der Kern unserer Identität – dieses „Ich bin halt so“ – ist auch Ergebnis dessen, was wir oft und intensiv fokussiert geübt haben.

Was hast Du so oft „geübt“, vielleicht ohne dass es dir als „Üben“ bewusst war, dass es schon ganz automatisch geschieht?
Was möchtest Du mehr üben? Was willst Du nicht mehr wiederholen – und was könntest Du stattdessen einüben?

Alles Beste,

Niels Koschoreck

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