Gelassenheit entwickeln„Gelassenheit führt uns ins Offene.“ heißt es bei dem Philosophen Martin Heidegger. Ein rätselhafter Satz, vielleicht typisch für Heidegger, mit vielen Bedeutungen. Ganz lebenspraktisch wünschen sich viele Menschen mehr Gelassenheit entwickeln zu können, weil das Leben sie zu sehr stresst.

Oft wird versucht, sich Gelassenheit als eine Art Technik anzueignen: Tiefe Atemzüge, ein paar Übungen zur Muskelentspannung, vielleicht ein paar äußere Maßnahmen wie Aromatherapie oder entspannende Musik. All das kann hilfreich sein und zu Verminderung von Stress beitragen – aber zu tiefer Gelassenheit führt es selten, weil Gelassenheit keine Technik ist, sondern eine Art zu denken.

Auch dies steckt in Heideggers „Gelassenheit führt ins Offene“: Gelassenheit ist eine öffnende Weise des Denkens – ihr Gegenteil ist eine fixierte, enge, reduzierende Art des Gedankens.

Gelassenheit ist eine öffnende Weise des Denkens - ihr Gegenteil ist eine fixierte, enge, reduzierende Art des Denkens.Click To Tweet

Stress entsteht, wenn wir etwas eng vorgefasstes wollen, noch mehr Stress entsteht, wenn wir es dann nicht bekommen – Gelassenheit ereignet sich, wenn wir mit der Welt so umgehen lernen, wie sie ist. Gelassenheit in diesem Sinn ist Übung der Offenheit für Alternativen und Vielfalt, Stress ist engmaschige Wahrnehmung von nur einer oder zu wenigen Möglichkeiten.

Gelassenheit muss nicht aus allem etwas herausholen – Stress entsteht, wenn man ständig auf den maximalen Nutzen fixiert ist.
Viele Menschen können deshalb ihren Urlaub nicht mehr genießen, weil sie verlernt haben, die Dinge einfach sein zu lassen – sie wollen den maximalen Entspannungseffekt oder so viel sehen und erleben wie möglich, und genau diese Fixierungen verunmöglichen ein wirklich tiefes und reiches Erleben des im-Urlaub-Seins, weil sie die Wahrnehmung auf eine Zielfokussierung festlegen, ihren Willen darauf überanspannen und so ihr Sein versäumen.

Wer dagegen Gelassenheit als Form des Denkens lernt, kann sogar seine Arbeit manchmal wie einen Urlaub erleben, weil er nicht nur ständig auf etwas anderes aus ist.  Darüber hinaus fördert Gelassenheit die. Produktivität und mittelbar sogar das erreichen von Zielen, weil sie statt enger Starre ein Denken in flexibler Beweglichkeit praktiziert.

Wenn DU gelassenes Denken üben willst, beginne damit, dir deiner engeren Fixierungen im Leben bewusst zu werden und dann allmähliche deinen Blick zu öffnen für andere Möglichkeiten des Erlebens inmitten der unerschöpflichen Vielfalt des Seins.

Alles Liebe,

Niels Koschoreck (Begründer der Akademie der Befreiung)

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